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Newsroom  Offener Brief an Herr Proschofsky 

Offener Brief an Herr Proschofsky

25.07.2008 - Offener Brief an Alexander Proschofsky
 
Sehr geehrter Herr Proschofsky,
Es ist bedauerlich, dass Sie weiterhin wichtige Tatsachen nicht zur Kenntnis nehmen möchten. Im Gegensatz zu Ihrem Vorschlag, der darauf abzielt, schnelles Geld zu machen, ist mein Vorschlag für die Zukunft der MIP auf Nachhaltigkeit, Langfristigkeit und profitables Wachstum im Sinne unserer Investoren ausgelegt.
Dass wir beim Erstellen der Fairness Opinion für die Feststellung der Ablösesumme die Dienste des renommierten Investmenthauses Lazard in Anspruch genommen haben, ist auf die Expertise von Lazard in diesem Bereich zurückzuführen – dies ist ebenfalls im Sinne unserer Investoren. Es wurde eindeutig klargestellt, dass Lazard ausschließlich die MIP und keinerlei Interessen von Meinl Bank vertritt. 
Der Preis von 32 Millionen Euro ist – wie schon mehrfach und ausführlich dargelegt – am unteren Ende der Skala angesetzt. Die Ablöse würde der Gesellschaft ansonsten ein Vielfaches kosten.
Darüber hinaus ist es nicht fix, dass dieser Betrag gezahlt werden muss, wenn eine andere Option möglich ist. Die bevorzugte Lösung ist das Engagement eines neuen Managers, was bedeutet, dass in diesem Fall kein Geld von MIP-Anlegern fließt. Es werden alle Optionen sorgfältig abgewogen.
Es sollte Ihnen weiters bekannt sein, Herr Proschofsky, dass Herr Grasser nicht Mitglied des Boards von MIP ist und daher kein MIP-Manager. Wer MIP managt, ist einzig und allein eine Entscheidung des MIP-Boards.
Vor der ordentlichen Hauptversammlung der MIP gab es Gespräche mit Ihnen, die leider nicht den geringsten Lösungsansatz brachten. Anstelle konstruktiver Vorschläge wurden von Ihrer Seite destruktive Kommentare eingebracht, was meines Erachtens ein schlechter Dienst für die von Ihnen vertretenen Anleger bedeutet.
Zu Ihrem Punkt, dass vor der außerordentlichen Hauptversammlung am 28. Juli keine Investitionen mehr getätigt werden sollen: Es ist der Gesamtheit der MIP-Investoren nicht zumutbar, auf Wunsch von 15 Prozent der Anleger unser im Prospekt angekündigtes Geschäftsmodell zu stoppen und dann auf Zuruf wieder aufzunehmen. Das wäre wirtschaftlich außerdem höchst unverantwortlich. Ich sehe es – ganz im Gegenteil – vertrauensbildend, dass wir ernsthaft im Sinne des Unternehmens und der Anleger weiterarbeiten und nicht nur darüber streiten.
Ich darf Sie auch einladen, einen Blick auf die Homepage von Meinl International Power zu werfen. Dort finden Sie die Presseaussendung vom 17. Juli 2008, in der wir öffentlich über die neuen Projekte in Italien und Polen informiert haben.
Zum Börsevolumen: Wie Sie sicherlich wissen, findet an der Börse nur eine Auktion am Tag statt, über die nur ein Bruchteil des Handels und damit der Preisfestsetzung abläuft. Daneben kann es natürlich auch direkt zu OTC-Transaktionen zwischen den Investoren kommen.
Was die Abhaltung der Hauptversammlungen von MIP und MAI betrifft, kann ich als Chairman des MIP-Boards nur für die eigene Gesellschaft sprechen. Wie Sie sicher wissen, Herr Proschofsky, ist die Aufforderung zur Einberufung einer a.o. HV für MIP und MAI am selben Tag eingebracht worden, wodurch ein identer gesetzlich vorgegebener Fristenlauf ausgelöst wurde. Bitte wälzen Sie diesen strategischen Fehler der Rebellen nicht auf uns ab.
Hinsichtlich der Registrierung der Anleger für die a.o. HV hat sich MIP bemüht, die Registrierung sogar zu vereinfachen, indem wir ein deutschsprachiges Formular zur Verfügung gestellt haben. Ferner haben wir uns bemüht, den Investoren die Möglichkeit zu geben, auch ohne persönliche Anwesenheit ihre Stimme abzugeben. Die Kopplung der Anmeldung mit der Möglichkeit der Stimmrechtsübertragung hat gezwungenermaßen zu einem längeren Formular geführt. Darüber hinaus wurden umfangreiche Ausfüllhilfen auf der Website von MIP zeitgerecht zur Verfügung gestellt.
Ihre Bemerkungen bezüglich der Teilnehmerlisten, die bei der MEL-Hauptversammlung nicht vorgelegen seien, hat mit MIP nichts zu tun. Sie selbst, Herr Proschofsky, waren bei der Hauptversammlung der MIP im Mai anwesend und haben gesehen, dass bei uns die erwartete Transparenz gegeben war. Sie wird selbstverständlich auch am Montag bei der a.o. HV sichergestellt.
Wie Sie in Ihrem offenen Brief richtig schreiben, werden die Hauptversammlungen am Montag die richtigen Antworten finden. Und ich meine: die richtigen Antworten für ALLE Investoren und nicht nur für die „Heuschrecken“.
 
Absender: DI Hans Haider, Meinl International Power
 
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